Steuerung der Fahrzeugflotte über GPS und GPRS bei Planzer
Transport
Als Speditionsunternehmen
behandelt Planzer zwei Schnittstellen: Neben der zum Kunden
auch die zu den Warenempfängern. Um diese in das
elektronische Supply Chain Management zu integrieren,
entschloß man sich, die Fahrzeugflotte mit mobilen Computern
Dolphin 7900 auszurüsten. Die Lösung, mit der alle Fahrzeuge
geortet, ihr Arbeitsbestand überwacht, Sendungen realtime
verfolgt und bei Bedarf Aufträge auch kurzfristig
priorisiert werden können, wurde gemeinsam mit der OPAL
realisiert.
Die Planzer Transport AG in
Dietikon gehört zu den führenden Transport- und
Lagerlogistik-Dienstleistern in der Schweiz. Die Flotte des
1936 gegründeten Familienunternehmens umfasst etwa 1.200
Fahrzeuge. Sie werden vom Planzer-Stammsitz sowie den über
das Land verteilten mehr als 40 Niederlassungen und
Beteiligungen vor allem zum Transport von Stückgut aller Art
eingesetzt. Planzer ist mit seinen Kunden, d.h. deren
ERP-Systemen, elektronisch vernetzt und erhält auf diesem
Weg die Aufträge überspielt. Die Auftragsabwicklung zum
Warenempfänger erfolgte bis zum Einsatz der Mobilcomputer
über Lieferscheine, d.h. belegorientiert und offline.
Planzer hat in der
Echtzeit-Einbindung der Fahrzeugflotte in seine IT- und
ERP-Strukturen wichtige Potenziale für mehr Liefer- und
Dispositionsqualität sowie für die lückenlose Steuerung und
Rückverfolgung von Aufträgen identifiziert. Gesucht wurde
eine Lösung, die es ermöglicht, Fahrzeuge über GPS zu orten
und gleichzeitig über GPRS mit ihnen zu kommunizieren, z.B.
um ihren jeweils aktuellen Arbeitsstatus abzurufen. „Darüber
hinaus sollten die Mobilterminals nicht nur die
Arbeitsaufträge anzeigen, sondern die Auslieferung der Ware
erfassen und etwaige Mängelgründe dokumentieren“, erklärt
Fridolin Landolt, verantwortlich für das Dispositions- und
Transportwesen bei Planzer. Zudem war gewünscht, den
unterschreibenden Annehmer der Ware sofort identifizieren zu
können, um bei entsprechenden Rückfragen des Empfängers
hinsichtlich des Warenverbleibes schnell auskunftsfähig zu
sein. Neben Ergonomie, Lesesicherheit und Robustheit legte
Planzer vor allem darauf Wert, alle Geräte mit gleicher
Hardware-Konfiguration und identischem Softwarestand zu
erhalten.
Die Lösung wurde in
Zusammenarbeit mit der OPAL, dem Business Solution Partner
von Hand Held Products, entwickelt. Nach verschiedenen Tests
entschied sich Planzer für dem Mobilcomputer Dolphin 7900.
„Die Geräte verfügen über ein GSM/GPRS Triband-Funkmodul,
über das sowohl die Ortung der Fahrzeuge als auch der
Echtzeit-Austausch der Auftragsstati erfolgt“, sagt Peter
Hagen, IT-Leiter bei Planzer. „Um künftige Releasewechsel
schnell, zeitgleich und ohne Rückruf der Geräte durchführen
zu können, haben wir zusammen mit der Techgroup eine
Software entwickelt und auf den Dolphin 7900 implementiert,
die einen Releasewechsel per GPRS ermöglicht.“ Am Beginn des
Arbeitstages lädt der Fahrer seine Ladeliste aus dem über
die Standorte vernetzten ERPSystem von Planzer auf das
Dolphin 7900. Während der Abhol- bzw. Auslieferungstour
zeigt ihm das lesefreundliche 3,8 Zoll-Farbdisplay die
Fahrliste mit den relevanten Auftragsinformationen an. Alle
Transportfahrzeuge sind mit einer Ladehalterung (Mobile Base
Truck Kit) ausgestattet, in die der Mobilcomputer während
der Fahrt eingesteckt wird. Die Bluetooth-Schnittstelle
verbindet das Gerät mit einer separaten GPS-Antenne in der
Fahrerkabine. An der Abladestelle wird das Dolphin 7900 zum
Scannen der gelieferten Ware sowie zum Erfassen der
Unterschrift des Warenempfgängers genutzt. Zurück im
Fahrzeug, werden die Daten per GPRS zurück an das ERP-System
der Spedition gesendet. Ebenfalls per GPRS werden dem Fahrer
sowohl geänderte Prioritäten einzelner Aufträge mitgeteilt
als auch neue Ladelisten gesendet.
„Mit dem Einsatz der
Mobilcomputer haben wir eine durchgängig elektronische
SCM-Lösung vom Kunden über unsere Spedition bis zum
Warenempfänger und zurück geschaffen“, sagt Fridolin
Landolt. „Zudem hat sich die Qualität unserer
Dispositionsprozesse sowie die Auslastung der Fahrzeuge
verbessert.“ Da Planzer über die Dolphins per „Umkreissuche“
jeden beliebigen Planzer-LKW online erreichen kann, ist das
Speditionsunternehmen auch in der Lage, auf kurzfristige
Ereignisse oder Anforderungen schnell zu reagieren.
Begeistert ist man bei Planzer schließlich von der
„0-Fehler-Quote“ der Mobilterminals: „Seit dem die insgesamt
etwa 1.000 Geräte im Einsatz sind, überzeugen sie alle durch
ihre hohe Betriebsbereitschaft und Zuverlässigkeit“, stellt
Peter Hagen das bestmögliche Zeugnis aus.