Sicherheit
im Bereich WLAN 802.11b
Der 802.11 Standard ist eine offene Norm für kabellose Netzwerke.
Die Einhaltung dieser Norm garantiert die Kompatibilität verschiedenster
Hersteller. Der Nachteil ist, dass die Einführung neuer Techniken durch
mehrere führende Hersteller vorgeschlagen und durch die Normierungsbehörden
abgesegnet sein müssen.
In der letzten Zeit häufen sich Medienberichte über Sicherheitslücken
im 802.11 Bereich.
Von OPAL eingerichtete Funknetzwerke beachten folgende Einstellungen:
SSID (Service Set Identifier):
Dies ist ein 32-stelliger Wert, der als Passwort dient und mit jedem Paket
zum Accesspoint mitgeschickt wird. Weil diese ID unverschlüsselt mit
jedem Paket mitgeschickt wird, kann er von Eindringlingen leicht
abgefangen werden. Die SSID bietet deshalb nur eine sehr geringe
Sicherheit.
128 Bit WEP (Wired Equivalent Privacy):
Hier werden die transportierten Daten mit einem 13-stelligen Schlüssel
verschlüsselt.
Diese Option bietet sehr viel Sicherheit. Bis heute ist uns nur bekannt,
dass dieser Schlüssel von Fachleuten mit einer entsprechenden Datenmenge
geknackt werden kann.
Hierbei ist aber zu beachten, dass der Eindringling während langer Zeit
und ununterbrochen den Datenverkehr zwischen einem AP und einem Terminal
belauschen muss.
Hier ein kleines Rechenbeispiel um dies zu verdeutlichen.
Um eine 128bit Key Verbindung zu entschlüsseln werden momentan ca. 200
IVs (Initialisierungsvektor der ist nötig um das Paket zu entschlüsseln)
pro Key-Byte benötigt.
Ausgehend von 200 Paketen je Key-Byte, multipliziert mit 13(Bytes bei
128bit Key) , multipliziert mit 5041 ergibt eine Zahl von 13.106.600
Datenpakete (Daten + IVs). D.h., um einen 128 Bit WEP Key zu entschlüsseln
benötigt man 13.106.600 Datenpakete , die gesendet werden müssen um genügend
interessante IVs zu erfassen. Unter der Voraussetzung, dass ein Verbindung
kontinuierlich 350 Datenpakete in der Sekunde überträgt. (was sehr viel
ist und in der Praxis nie so hoch ausfällt, wenn keine Daten am Handheld
eingelesen werden, wird nur alle 2 Sekunden ein Datenpaket übertragen).
So beträgt die Entschlüsselungszeit für einen 128 Bit Key 37.477
Sekunden oder 10,4 Stunden. Dieses Beispiel stimmt nur bei hohem
Durchsatz, der bei PC - AP - PC Verbindungen erreicht wird aber nicht bei
Übertragung von einem Handheld Gerät zum Acces Point da ist die Zahl der
Datenpakete um ca. 60-99% (je nach Applikation ) geringer und somit steigt
der Zeitaufwand zum Entschlüsseln um ein mehrfaches.
MAC Adressen (Media Access Control)
In den Access Points werden die MAC Adressen der Terminals gesetzt die
zugreifen dürfen. MAC Adressen können jedoch relativ einfach abgefangen
und dann vom Eindringling kopiert werden.
Optionaler Radius Server:
Der Radius Server oder die LEAP Technologie wechseln die WEP Encryption in
kurzen Abständen. Diese Technologie kann z.B. auf Intermec Geräten mit
min. 4MB RAM eingesetzt werden.
Unter Berücksichtigung der geringen Reichweite unserer Netze, der Mobilität
der Anwender und dem geringen, transportierten Datenvolumen erachten wir
die obig aufgeführten Sicherheitsvorkehrungen zur Zeit als ausreichend.
Auch im Vergleich zu Sicherheitslücken bei „normalen“ Netzwerken.
Die von uns vertriebenen Produkte sind dermassen
ausgelegt, dass sie mit zur Zeit diskutierten zusätzlichen
Sicherheitsmechanismen nachgerüstet werden können.
Anbei eine interessante Übersicht zu diesem Thema von
der Firma Intermec Technologies: Download
Brochure (pdf)